Montag, 19 November 2012 17:32

Timesharing: Opfer von Betrug!

geschrieben von Spanienservice
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Lottogewinn, Erbschaft, Hilfe bei Überweisungstransaktionen, Timesharing. Ziel dieser kriminellen Gruppen ist es, sich Geld durch eine Drittperson anweisen zu lassen.

Ziel dieser kriminellen Gruppen ist es, sich Geld durch eine Drittperson anweisen zu lassen. laut einer Publikation macht das deutsche Konsulat Palma de Mallorca daruf aufmerksam, dass täglich Anrufe von Bürgern in dessen Auslandsvertretungen in Spanien eingehen und darüber berichten, Opfer von Betrügern geworden zu sein. Dabei häufen sich in jüngster Vergangenheit insbesondere die folgenden Vorgehensweisen: Lottogewinn, Erbschaft, Hilfe bei Überweisungstransaktionen, Timesharing. Ziel dieser kriminellen Gruppen ist es, sich Geld durch eine Drittperson anweisen zu lassen. Ahnungslose Menschen werden entweder überrascht angerufen oder per Mail angeschrieben. Die Anschreiben selbst  beinhalten z.B. angeblich anstehende Erbschaften im Ausland, Lottogewinne sowie lukrative Geldtransfers. Die Masche bleibt die gleiche denn es fällt jeweils eine Bearbeitungsgebühr oder eine Vorauszahlung auf z.B. angeblich nicht gezahlte Steuern oder Nachtragungen ins Grundbuchamt - unter dem Vorwand, das alles seine Richtigkeit braucht. In der Regel verschwinden diese "Ansprechpartner" spurlos nach dem Erhalt von geforderten Zahlungen.

Ebenfalls bieten Betrüger, Urlaubern ihre Timesharing Anteile an Ferienhäusern und anderen Immobilien zu überteuerten Kaufpreisen an. Um dem Spiel einen seriösen Flair zu verleihen kontaktiert kurze Zeit später ein Immobilienbüro bzw. Notariatsbüro die ahnungslosen Urlauber um mitzuteilen, dass eine Kaufsumme bereits auf ein Anderkonto bereit steht. Es sei nur noch eine Bearbeitungsgebühr zu überweisen. Unserem Rechtsservice Spanien liegen sogar gefälschte Bankbelege vor, wo ein ahnungsloser Resident der Meinung wäre, dass die Kaufsumme tatsächlich auf diesem Konto bereit liegt. Dem ist leider nicht so. Seien Sie ebenfalls vorsichtig mit dem Verkauf oder Ankauf von Ferienwohnrechte. Oft existieren diese überhaupt nicht oder sind mit unwahren Angaben über die betroffende Anlage versehen. Eine andere Strategie besteht darin, sich die Kontoverbindungen potenzieller Opfer zu erfragen und im Anschluss mittels gefälschter Unterschriften bzw. gefälschter Überweisungsaufträge Geldbeträge abzubuchen. Die Täter treten oft ungefragt und mittels spanischerMobilfunknummern (beginnend mit 0034-6...) an ihre potenziellen Opfer heran und nutzen regelmäßig die anonymisierte Bezahlung durch Western Union, um ihre Identität zu verschleiern. Auch ist der Schriftverkehr oft aus Fragmenten in Deutsch und Englisch zusammengesetzt und zeichnet sich durch knappe Zahlungsfristen aus, um Druck auszuüben.

Das Auswärtige Amt warnt davor, auf Angebote einzugehen, die ungefragt an Sie herangetragen werden. Auch sollte es möglichst vermieden werden, Bankverbindungen preiszugeben. Als wirksam hat sich in der Vergangenheit auch die Strategie eines Bürgers erwiesen, der anbot, die erforderliche Bearbeitungsgebühr auf das Anderkonto eines Notars seines Heimatortes zu überweisen und bei Eingang des Kaufpreises freizugeben. Von der betrügerischen „Immobilienagentur“ hörte er daraufhin nichts mehr. Sollte Betrugsverdacht bestehen, so bitten wir Sie in Ihrem eigenen und im Interesse anderer, den Vorgang bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle in Deutschland zur Anzeige zu bringen.

Quelle:Konsulat Palma de Mallorca Tel.: 0034 971 70 77 37Fax: 0034 971 70 77 40E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! www.palma.diplo.de

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