GoPro Hero II Topactive 26

Eine Kamera für Helden eben. Für Sportler, die ihre Aktionen zeigen wollen, ist die Hero schon fast Pflicht. Klar gibt es auch andere Action-Kameras, doch gehen die im Hero-Hype fast unter. Preislich liegen sie allesamt fast gleich. Da die Hero2 mittlerweile sehr verbreitet ist, reden viele Menschen im Netz darüber und Informationen sowie Tips sind schnell gefunden.

Um Vibrationen mit der GoPro Hero II zu vermeiden, gibt es zusätzlich einen Gummipfropfen.
Um Vibrationen mit der GoPro Hero II zu vermeiden, gibt es zusätzlich einen Gummipfropfen.

Einmal angebracht, sitzt die Hero2 bombenfest. Fast keine Vibrationen mehr.
Einmal angebracht, sitzt die Hero2 bombenfest. Fast keine Vibrationen mehr.
GoPro Hero II Gehäuse. Verschiedene Rückenteile für WIFI-Pack und / oder unter Wasser
GoPro Hero II Gehäuse. Verschiedene Rückenteile für WIFI-Pack und / oder unter Wasser


Warum GoPro Hero ?

Was zeichnet die Hero2 nun wirklich aus? Klar, sie ist klein und hat gerade mal zwei Einstellknöpfe. Bei Action-Aufnahmen ist man sowieso mit anderen Dingen beschäftigt, als an der Kamera rumzustellen.  Also ran an den Helm und los geht es.
Der Nachteil einer Helmmontage, man filmt nur das, was man selbst sieht.  Da unser Kopf durch die Wirbelsäule einen natürlichen Stabilisator besitzt, werden die Aufnahmen „relativ“ ruhig. Na, sagen wir mal, besser als mit der Hand.

Austauschbar

Fast jedes Teil an der Hero2 ist austauschbar. Vom Gehäuse bis zu den Linsen, wenn was verkratzt oder gebrochen ist, einfach für ein paar Euro auswechseln und alles funktioniert wieder. Wird die Hero zum Beispiel im Motocross eingesetzt. braucht man das sicher oft.

Akzeptabler Preis

Der Preis der nackten Hero2 ist recht moderat, so dass es nicht zu große Löcher in die Kasse reißt. Auch die einzelnen Zubehörteile die es auf dem Markt gibt, sind zum Großteil bezahlbar. Möchte man sich aber all das Zubehör, was es für die Hero gibt zulegen, kommt man schnell auf weit über 500 €. Es muss ja nicht alles auf einmal sein. Und darum geht es ja. Jeder kauft sich nur das Zubehör was wer wirklich braucht.

Massenhaft Zubehör

Was es nun Zusätzlich für die Hero an Zubehör gibt, werde ich hier nicht im Einzelnen aufführen, das kann jeder beim Hersteller nachschauen. Das würde den Ramen dieses Berichtes sprengen. Eine gute Quelle um zu sehen, was es von anderen Herstellern für die GoPro gibt, ist Amazon. Dort werden die Artikel schön untereinander aufgelistet und man bekommt einen Überblick.

Action und nichts als Action?

Wer mehr machen will als nur Actionaufnahmen, der wird mit der Grundversion schnell an die Grenzen stoßen. Meist wird darum die Hero im Bundle mit einigem Zubehör angeboten. Die drei Bundle-Versionen sind Outdoor, Motor und Surf. Dabei sind immer für die jeweiligen Sportarten speziell angepasste Halterungen. In der Regel, ist die Bundle-Version schon ausreichend, zumindest für die erste Zeit. Klebeplatten für Helme, Gurte und Kupplungen etc. genügen um ein wenig zu beweisen, dass man ein Held ist.

 

Was brauche ich zusätzlich

 

Stativhalterung: Und was man damit alles anstellen kann.

Adapter, um die Gopro auch mit "normalen" Stativen zu nutzen
Adapter, um die Gopro auch mit "normalen" Stativen zu nutzen
Extra dazukaufen muss man sich einen Adapter für „normale“ Stative. Die Adapter für die Gopro sind vollkommen anders, als das, was man bisher gewohnt ist. Benutzt man „normale“ Stativ-Kupplungen, bemerkt man schnell, dass man die Hero nie so ruhig bekommt, als es mit Gopro Halterungen möglich ist.  Dennoch ist dieser Adapter wichtig, damit man auch eventuell vorhandenes Equipment nutzen kann.  Und will man sich ein wenig Geld sparen, kommt man eh nicht an diesem Adapter vorbei.

Die Hero ist klein und leicht, somit wird jedes Zittern der Hand auf die Kamera übertragen. Das nervt so dermaßen, dass man sich schnell nach irgendeiner Lösung umsieht. Die Wackler werden durch den Einsatz der extremen Brennweite zwar gemindert, doch das war es dann auch schon mit der Stabilisierung. Ab jetzt wird es echt interessant, da man sich hier selbst darum kümmern muss, wie man ein einigermaßen ruhiges Bild hinbekommt.  Schaut man sich all die Videos in Youtube an, findet man die Wildesten Konstruktionen und Tipps in Sachen Stabilisierung des Bildes. Die Spitze dieser Zubehörorgie ist eine Art Steady-Cam-Nachbildung. Diese Besitze ich aber noch nicht, da ich sie mir evtl. selber baue.

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Dennoch kann man schon einiges machen, damit es einem beim Anschauen nicht schlecht wird. Ob es dann für den einzelnen ausreicht weiß ich nicht. Der Computer kann da zwar nachträglich und mit nicht zu verachtendem Aufwand verwackelte Sequenzen „geraderichten“, doch sind die Ergebnisse nicht für mich befriedigend. Es ist einfach zu viel Aufwand und ich bin lieber in der Luft als vor dem Computer.  Auch braucht man schon einen etwas schnelleren Computer um HD Videos so zu bearbeiten, vom Wissen wie es geht mal ganz abgesehen.

Um ein gutes Video mit der Gopro zu machen, also nicht eins, bei dem nur 10 Sekunden Adrenalin um die Linse spritzt, muss man schon einiges an Trainingsstunden in Sachen Kameramann absolvieren.  Klar sind Action-Szenen auch Aufnahmen die nicht fehlen dürfen, dafür ist die Hero gedacht, doch sollte man sich immer auch in den versetzen können, der das letztendlich anschauen muss. Also nicht einfach irgendwo draufstecken und losfahren. Wer will schon 2 Stunden Fahrradtour von deinem Lenker aus genießen.

GoPro Hero II Topactive 6
GoPro Hero II Topactive 6
Handgriff einer Malerrolle mit Schraube für die GoPro. Sieht nicht so besonders aus, funktioniert jedoch perfekt.
Handgriff einer Malerrolle mit Schraube für die GoPro. Sieht nicht so besonders aus, funktioniert jedoch perfekt.

Handgriff

Was man schnell als Zubehör entdecken wird, ist ein Handgriff. Da kommt es nur darauf an, ob man was stylisches braucht, oder ob man nur die Funktion will. Ich brauche einen Griff unter der Kamera und kein Designer-Teil und deshalb genügt ein Griff einer Malerrolle vom Baumarkt für drei Euro. Die benötigte Schraube für den Stativadapter ist schnell angebracht und es Funktioniert prima. Die Kordel am Ende des Griffes diehnt zur Sicherung am Handgelenk. Wird der Hohlraum im Griff noch mit Heißkleber gefüllt, ist er schwerer und dadurch auch träger, was das Zittern schon ein wenig dämpft.

Griff und Stange zusammen nur ca. 7 €
Griff und Stange zusammen nur ca. 7 €
Stange

Da gibt es auf dem Markt auch so einiges.  Die Stange dient als Abstandshalter, so dass man sich selbst aus einer weiteren Entfernung filmen kann. Die Stange sollte ausziehbar sein und natürlich nicht so schwer. Ich habe mir einen Teleskop-Fensterputzer zugelegt (3 €)  und benutze diese Stange nun mit dem oben genannten Griff. Das funktioniert wunderbar. Dafür sollte der Griff wieder nicht zu gewichtig sein, sonst schmerzen bald die Handgelenke.

Teure Stangen wie die 40 € teure GoPole (90 cm) bieten einen weiteren Vorteil. Fällt die Kamera mit so einer Stange ins Wasser, versinkt sie natürlich. Mit der teuren Stange passiert das nicht, da diese hohl und wasserdicht ist und somit samt Kamera schwimmt. Der Fotozubehörmarkt bietet massig Griffe, die auch schon eine Teleskop-Funktion beinhalten. Ist halt immer eine Preissache. Wer sparen will oder muss, der bastelt besser selbst. Nicht immer hat man alles dabei und da ist ein wenig Improvisation schon angebracht. In meinen "Malergriff" zum Beispiel passt auch ein Stock vom Wegrand.

Ein wenig Kraft ist von Nöten, wenn das Stativ so gehalten wird. Bringt aber super ruhige Aufnahmen.
Ein wenig Kraft ist von Nöten, wenn das Stativ so gehalten wird. Bringt aber super ruhige Aufnahmen.
Stativ

Klar, wer wackelfreie Videos möchte, braucht ein Stativ GoPro. Videostative und Fotostative haben einen hauptsächlichen Unterschied. Bei Video braucht man weiche Schwenks die bei diesen Stativen mit Gelgelenken verwirklicht wird, was mit einem Fotostativ nicht funktioniert. Aber zum einen sind diese Stative einfach zu teuer und ich brauche das nicht so oft.
Ich besitze noch ein altes großes Foto-Stativ. Gut, es schaut lustig aus, wenn die Gopro da drauf ist, doch mit ein paar wenigen Einstellungen bekommt man damit echt gute Aufnahmen hin. 

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Nachteil ist das immense Gewicht  was mitgeschleppt werden muss. Doch die Masse des Statives bietet genug Trägheit für ruhige Filmerei. In den Videos kann man das ganz gut sehen. Das Ausprobieren der verschiedenen Einstell- und Tragemöglichkeiten kostet ein wenig Zeit, wird aber mit wackelarmen Aufnahmen belohnt. Ist ein Stativ zu leicht, beschwert man es einfach mit einem Säckchen voll Steinen am unteren Ende. Wie das dann aussieht ist egal, das sieht keiner im Video.

Ein altes Stativ erfüllt seinen Zweck
Ein altes Stativ erfüllt seinen Zweck

 

Display-Monitor: (ca. 100 €)

Ein Monitor fehlt bei der Grundversion ganz. Wenn die Kamera auf dem Helm montiert wird, nützt so ein Display eh nicht viel. Es gibt zwar ein separates Display zum Aufstecken,  doch denke ich, dass man auf diese Ausgabe ruhig verzichten kann. Durch den extremen Weitwinkel, trifft man fast immer sein Ziel, auch ohne was zu sehen. Mit ein wenig Übung hat man das schnell heraus, wie die Kamera gehalten werden sollte.


Fernbedienung + WIFI: (ca. 100 €)

GoPro Hero II, WIFI und Fernbedienung
GoPro Hero II, WIFI und Fernbedienung
Was oft zum Einsatz kommt, ist die Fernbedienung und das WIFI-Pack. Das ist ein sehr hilfreiches Zubehör, da die Hero manchmal an Stellen angebracht wird, wo sie nicht per Hand erreichbar ist (Surfbrett, Helm, außerhalb von Fahrzeugen etc.). Da ist es dann genial, wenn der Auslöseknopf  per Fernbedienung funktioniert. Alle Einstellungen etc. können mit der Fernbedienung gesteuert werden.
Ein weiteres Highlight ist die Verbindung der Hero per WIFI mit einem Handy (I-Phone oder Android).
GoPro Hero II mit aufgestecktem WIFI
GoPro Hero II mit aufgestecktem WIFI
Das ersetzt dann auch gleich das Display als Zubehör. Leider ist die Latenzzeit, also die Zeit, bis das Bild am Handy ankommt, einfach zu lang. Es dauert schon ein bis zwei Sekunden. Ob dies so gebraucht werden kann ist fraglich. Dennoch funktioniert das Ganze mit dem WIFI-Back und kostet nichts zusätzlich, sofern man ein geeignetes Andoid-Gerät oder eben ein Apple-Produkt besitzt.

Mikrofon

Oje, das hat mir viel Kofpzerbrechen gemacht. Da muss ich beide Augen zudrücken. Bei den Aufnahmen, wofür die Kamera gemacht wurde, steht der Ton sicher nicht an erster Stelle. Die Buchse für das Mikrofon ist am Standard-Gehäuse nicht zugänglich. Es gibt ein optionales Gehäuse (Skeleton), welches seitlich ebenfalls Schlitze besitzt, um Mikrofon und PC Verbindung zu nutzen. Ich persönlich werde mir nochmals ein wasserdichtes Standardgehäuse zulegen, da ich das Original so modifiziert habe, dass ein Mikrofon im laufenden Betrieb genutzt werden kann. Der Unterschied mit einem externen Mikrofon ist gravierend.

Ein mini-Mikrofon einer ausgedienten Sony DV Kamera
Ein mini-Mikrofon einer ausgedienten Sony DV Kamera
GoPro Hero II Standardgehäuse mit selbst geborter Öffnung für externes Mikrofon.
GoPro Hero II Standardgehäuse mit selbst geborter Öffnung für externes Mikrofon.
Fertig zusammen gebautes Mikrofon mit Stecker für die GoPro
Fertig zusammen gebautes Mikrofon mit Stecker für die GoPro

Um das Mikro gehört auch ein Windschutz, gemacht mit ein wenig Schaumstoff. Stereo kann die Gopro Hero zwar aufnehmen, doch ist das ein wenig schwierig, da sich die Mikro-Buchse seitlich befindet. Je mehr an die Hero angesteckt wird, desto unhandlicher wird sie. Bei Actionaufnamen ist so ein externes Mikro eher unsinnig, da es leich abgerissen werden kann. Da muss jeder selber wissen, ob und wann er ein externes anbringt. Ich finde jedoch es rentiert sich auf alle Fälle, da der Ton um Welten mit einem externen Micro besser ist.

Es sieht nicht so besonders aus, man wird jedoch mit besserm Ton belohnt.
Es sieht nicht so besonders aus, man wird jedoch mit besserm Ton belohnt.
GoPro Hero II mit aufgestecktem externen Mikrofon für besseren Sound.
GoPro Hero II mit aufgestecktem externen Mikrofon für besseren Sound.
Wird die GoPro so an den Mund gehalten, verhindert man somit großteils radiale Verwackler.
Wird die GoPro so an den Mund gehalten, verhindert man somit großteils radiale Verwackler.

Fazit

Wer schnell Action-Aufnahmen machen will, ist mit der Gopro Hero gut beraten. Sie ist klein, leicht und einfach zu bedienen. Die Filmqualität ist ausreichend und Zubehör gibt es massig. Jemand, der mehr machen will, sollte sich eher noch eine "normale" Videokamera dazukaufen. Ein Zoomobjektiv braucht man schon um einen guten Urlaubsfilm zu erstellen. Es macht Spass alles zu filmen, doch ist die Nachbearbeitung und Vertonung mit Musik etc. ein nicht zu verachtender Zeitfaktor, den man einplanen sollte. Sonst hat man irgendwann mal 100 Stunden ungeschnittenes Filmmaterial und man lebt nicht so lange um all das aufzuarbeiten. Weitere Produkte für die GoPro finden Sie hier

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